Seiten

Posts mit dem Label Buchempfehlung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Buchempfehlung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 14. Dezember 2015

Noch kein Weihnachtsgeschenk?

APMB

Immer eine gute Empfehlung (nicht nur zu Weihnachten ;-): Swami Satyananda Saraswati’s Buch „Asana Pranayama Mudra Bandha“.

Wenn ein Yogabuch, dann dieses!

Montag, 9. Mai 2011

10.000 Stunden - die Grenze des Amateurismus

10000 Stunden

Ich habe einmal einen Artikel gelesen, in dem zwei Aikido-Meister verglichen wurden. Da ich den Artikel nicht mehr zu Hand habe, kann ich leider die Namen und Zahlen nicht genau wiedergeben, das tut aber der Botschaft des Artikels keinen Abbruch.

In diesem Artikel wollte man die effektiven Trainingsstunden der zwei Aikido-Meister vergleichen. Es wurden also die Stunden auf der Matte berechnet.

Bei dem ersten Meister, einem Amerikaner (glaube ich?!), haben sich infolge der 2-3 Tage pro Woche mit je 5-6 Stunden Training mindestens 10 Stunden Erfahrung pro Woche angesammelt.

Bei dem zweiten, einem Japaner (absolut sicher! :-), hat man entdeckt, dass er fast im Dojo gelebt hat! Er hat 7 Tage in der Woche ca. 10 Stunden am Tag trainiert, so dass er ohne Mühe zu mindestens 70 Stunden pro Woche kam und dadurch einen klaren Vorsprung im Vergleich mit dem ersten Aikido-Meister hatte.

Gehen wir von gleichen Ausgangsbedingungen aus, dann hätte der erste Aikido-Meister noch ca. 6 Leben gebraucht ;-), um den Level des japanischen Aikido-Meisters zu erreichen, vorausgesetzt der Japaner ändert irgendwann mal seinen Lebensstil und interessiert sich plötzlich gar nicht mehr für Aikido, sondern evtl. nur für Origami und Ikebana! ;-)

Jenseits von Sinn und Unsinn solcher Vergleiche kristallisiert sich hier eine Frage heraus, die durchaus auch in der Yogapraxis gestellt wird: Wann ist genug genug? Wann habe ich die magische Schallgrenze erreicht, wann habe ich soviel Erfahrung gesammelt, dass sie zu einer wirklich tiefen Veränderung führt, zu einer Lebensveränderung? Wann werde ich vom interessierten Amateur / unterstützenden Vereinsgebühr-/Beitragszahler zum waschechten Profi? ;-)

Malcolm Gladwell geht in seinem Buch Überflieger dieser Frage auf den Grund. In einer ausführlich dokumentierten Recherche relativiert er das hier oft zitierte Argument Talent / Begabung / Berufung und zeigt, dass darunter meistens (immer?!) eine Mischung aus gut gewähltem Zeitpunkt, Ambition, Leidenschaft / Interesse und schließlich Arbeit, sprich effektive Stunden auf der Matte :-) zu verstehen ist. Das ist das, was Bill Joy (einer der Gründer von Sun Microsystems), The Beatles und Bill Gates - um nur einige zu nennen, die in Überflieger genauer unter die Lupe genommen wurden - verbindet.

Den richtigen Zeitpunkt können wir womöglich selten kontrollieren und auch unsere Interessen liegen (z.T.!) außerhalb unseres bewussten Einflusses.

Was wir aber vollkommen in der Hand haben, ist die Menge Arbeit, die wir in das stecken, was uns am Herzen liegt.

So einfach ist das also: Wenn Du dich für eine Sache wirklich interessierst, mache sie, so intensiv wie du nur kannst! Das allein bringt Erfahrung und schließlich auch die Meisterschaft! Heutzutage ist es nicht unbedingt das Wissen, was den Meistern einen Vorsprung verschafft (auch wenn doch so mancher Meister unter dem Mantel der Tradition den Wissenstransfer verweigert, um künstlich geschaffene Machtstrukturen zu schaffen und zu erhalten oder einfach um sich Privilegien - nicht zuletzt finanzielle - zu schaffen!), sondern immer noch die besagten 10.000 Stunden, die nicht jeder bereit ist, für etwas zu opfern. Die 10.000 Stunden, wo probiert, geschwitzt und gebastelt wird, bis das Gelernte verinnerlicht und sich zu Eigen gemacht wird.

Fazit hier: Willst du etwas anderes, als das, was du heute erlebst, dann mach etwas anderes - und das so intensiv wie möglich und mehr, als nur einmal pro Woche :-) - als das, was du bis jetzt gemacht hast! Schieb nicht alles auf dein fehlendes Talent ;-), sondern erkenne und nutze lieber deine Chance!

Guck dir Michael Jordan’ Maybe it’s my fault an und hör auf, dir Gründe zu suchen! Fang einfach an!

Technorati Tags:

Freitag, 10. Dezember 2010

Konkret!

Ok, “täglich” klingt jetzt verständlich, leichter zu realisieren ist es dadurch immer noch nicht geworden… wie machst du das?

Wie mache ich es? Wie bastle ich mein tägliches Yogaprogramm zusammen?

Erstmal berücksichtige ich alles, was in Yoga wichtig ist:

  • Asana
  • Pranayama
  • Dharana
  • Dhyana

Für die konkrete Auswahl der Yoga-Techniken beachte ich immer meine aktuelle Situation. Diese ändert sich ständig, abhängig von Wünschen, Bedürfnissen und Störfaktoren - und so passe ich meine Praxis auch immer wieder an.

Ganz konkret :-) sieht mein aktuelles, tägliches Wunsch-Programm so aus:

  • Surya Namaskara
  • Uddiyana Banda und Nauli Kriya
  • Asana
  • Pranayama
  • Trataka
  • Meditation

Warum nenne ich es Wunsch-Programm?

Weil ich die tägliche Ausübung dieses Programmes an sich noch nicht gänzlich erreicht habe, so dass dies für mich ein noch zu erreichendes Ziel darstellt! Jedes Mal, wenn ich ein Ziel erreiche, erweitere / ändere ich mein Ziel.

Warum gerade diese Zusammensetzung? Asana, Pranayama und Meditation sind Grundbausteine jeder Yoga-Praxis, aber die anderen drei?

  • Surya Namaskara: Weil es ein in sich komplettes Programm ist, mit Asanas, Pranayama, Synchronisation der Atmung mit der Bewegung, Mantra-Meditation, Konzentration auf die Chakras - s. hier am besten das Buch von Swami Satyananda Saraswati zu diesem Thema.

  • Uddiyana Banda und Nauli Kriya: Weil dies zwei Techniken sind, die alle inneren Organe massieren und energetisieren (von der Wirkung auf Manipura Chakra und der Anhebung der Energie ganz abgesehen). Dadurch beeinflussen sie zutiefst den ganzen Körper und sorgen dafür, dass die Prozesse in meinem Körper richtig funktionieren.

  • Trataka: Weil es als Konzentration und Visualisations-Technik sehr effektiv ist - und dadurch nützlich für die Erreichung meiner Ziele. Dazu werde ich später konkrete Tipps geben.

Technorati Tags: , , , ,

Donnerstag, 4. November 2010

David’s Anatomy ;-)

Coulter  Anatomie des Hatha Yoga

Im letzten Artikel habe ich kurz ein Buch erwähnt: Anatomie des Hatha Yoga von H. David Coulter, das ich jetzt näher empfehlen möchte (Die Tatsache, dass ich als erstes Buch in meinem Yoga-Blog ein Anatomie-Buch erwähne, spricht schon Bände! ;-).

H. David Coulter, Dozent in Anatomie, hat 25 Jahre an diesem Buch gearbeitet.

Er ist nicht nur ein Experte in Anatomie, sondern praktiziert zugleich auch Yoga, so dass er meiner Meinung nach besser als jeder andere weiß, wie Yoga auf unseren Körper wirkt und dies in seinem Buch auch detailliert und verständlich erläutert.

Sein Buch erklärt vieles, was wir in unserer Yogapraxis klar spüren, ohne darüber viel nachzudenken (Bsp.: Warum ist es leichter, in einer leicht erhöhten Sitzstellung länger zu sitzen / meditieren?).

Noch zwei kleine Beispiele:

a) Durch die Erklärungen zum myotatischen Reflex (auch als Dehnreflex bekannt) kannst du besser nachvollziehen, warum du in Yoga alle Bewegungen langsam machen sollst.

b) Durch die Ausführung zum Golgi-Apparat (Dictyosom) wird die fördernde Wirkung der täglichen Yoga-Praxis (Nachtigall, ick hör’ dir trapsen… :-) auf die Flexibilität erklärt.

Fazit: Ein wunderbares Buch, und das nicht nur für Yogis, sondern auch für alle, die besser / überhaupt verstehen möchten, wie Yoga auf und in unserem Körper wirkt.

Technorati Tags: